Bläserklassen

Die Bläserklasse an der Realschule Senden

Allgemeines

Die Geschwister- Scholl- Realschule in Senden bietet interessierten Schülerinnen und Schülern für die fünfte und sechste Klasse jährlich eine neue Bläserklasse an. Die beiden Lehrerinnen Frau Irene Müller-Schat und Frau Hageneuer-Neuhäuser sind jeweils für zwei Jahre die Klassenlehrerinnen und Leiterinnen dieses besonderen Profils. Das Konzept hat sich inzwischen seit einigen Jahren an unserer Schule erfolgreich bewährt und bereichert das Schulleben und auch das kulturelle Leben in Senden auf eine vielfältige Weise.

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Was ist das Besondere daran?

Die aktive Beschäftigung mit Musik ist für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern sehr wichtig. Fähigkeiten wie Konzentration, Koordination und Kooperation werden in hohem Maße gefördert und wirken sich auchgünstig auf viele nicht – musikalische Bereiche aus. Gleichsam nebenbei trainiert das Musizieren auch noch weitere Schlüsselfertigkeiten, wie zum Beispiel das sichere Auftreten vor einer Gruppe. Musikklassenschüler und -schülerinnen können zuhören, bereiten sich zielorientiert vor, zeigen Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen und stehen schließlich gemeinsam auf der Bühne – ein besonders in diesem Alter nicht zu unterschätzendes Erlebnis.

In einer technisierten Welt des Konsums, der Reizüberflutung und der „Fast-Food-Kultur“ wundert es nicht, dass Eltern für ihre Kinder zunehmend nach Alternativen zum allgemeinen Zeitgeist suchen. Musik bietet sich als solch eine Alternative an, da sie Kinder auf eine vielfältige Weise anspricht, fordert und fördert.

Die Geschwister- Scholl- Realschule in Senden besitzt seit vielen Jahren ein breitgefächertes Musikleben. Das zeigen allein die engagierten musikalischen Arbeitsgemeinschaften, wie z.B. die Schülerband, die erfolgreichen Musical- Produktionen, das Benefizkonzert und die regelmäßigen Aufführungen bei Schulveranstaltungen mit Ergebnissen aus dem Musikunterricht und die Auftritte unserer Bläserklassen im öffentlichen Leben von Senden, bei den Herbst-und Frühlingsfesten, in der Steverhalle, im kirchlichen Rahmen usw.

Konzeption der Bläserklassen

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 (Erprobungsstufe) erhalten die Schülerinnen und Schüler der Bläserklasse insgesamt 4 Stunden Musikunterricht:

  • 1 Stunde normaler Musikunterricht (nach Lehrplan)
  • 2 Stunden Ensemblespiel mit der gesamten Bläserklasse
  • 1 Stunde Instrumentalunterricht in Kleingruppen durch erfahrene Privatmusiklehrer, die vormittags stattfinden wird.

Im Instrumentalunterricht werden die Instrumente Saxophon, Querflöte, Klarinette, Posaune, Trompete, Euphonium (die kleine Schwester der Tuba) angeboten. Die anderen Schülerinnen und Schüler werden während dieser Zeit Deutsch- oder Kunstunterricht erhalten. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten das Lehrwerk von Yamaha „Essential Elements“, das mit Grifftabellen und Mitspiel- CD sehr viel Eigeninitiative zulässt.

Seit zwei Jahren erweitern wir das Konzept zu einer Musikklasse, indem auch weitere Instrumente aufgenommen werden können. Schülerinnen und Schüler, welche Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Klavier oder Schlagzeug spielen wollen oder bereits können, sind hinzugekommen. Diese Kinder sind verpflichtet, privaten Instrumentalunterricht an einer der örtlichen Musikschulen zu nehmen und diesen für 2 Jahre fortzuführen, der Bläserklassenbeitrag entfällt damit.

Der Musikunterricht in einer Bläserklasse ist sehr praxisorientiert, so 20140117-Tag der offenen Tür-008_EXwie im Sportunterricht vornehmlich Sport und im Kunstunterricht Kunst gemacht wird. „Ich kann nicht singen und klatschen“ oder „Ich will nicht vorspielen“ gibt es in der Musikklasse nicht. Erfahrungsgemäß ist das junge Blasorchester schon im Advent so weit, den Eltern etwas gemeinsam auf der Adventsfeier zu präsentieren und auch beim „Tag der offenen Tür“ seinen ersten öffentlichen Auftritt zu haben. Von nun an steht das gemeinsame instrumentale Musizieren eindeutig im Mittelpunkt des Unterrichts. Dies geschieht auf der einen Seite durch die intensive Einzelbetreuung durch die Instrumentallehrer und auf der anderen Seite durch die Anwendung des Gelernten, das Zusammenspiel und die altersgerechte Gruppenbetreuung im Musikunterricht .

Der lehrplangemäße Unterrichtsstoff im Fach Musik wird an einzelnen Stellen vertieft. Die Benotung erfasst neben den üblichen Anforderungen des Musikunterrichts auch den Überprozess und die Fortschritte im Ensemblespiel.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Es ist nicht erforderlich, dass Ihr Kind bereits ein Instrument erlernt hat. Alle fangen gemeinsam von vorne an. Es sollte Spaß an Musik haben und sich auf etwas Neues einlassen können.

Die Teilnahme an einer solchen Musikklasse ist natürlich an bestimmte Regeln gebunden. So muss das Kind sich verpflichten, zwei Jahre lang ein Instrument zu erlernen, auch wenn es manchmal schwer ist, zu üben und seine Materialien sorgfältig zu pflegen.

Die Kosten für den Instrumentalunterricht und die Leihgebühr für das Instrument werden verpflichtend für zwei Jahre von den Eltern getragen. Der wöchentliche Gruppenunterricht und die Instrumentenmiete kosten die Eltern im Monat zusammen 35,00 €. Die Schule versichert die Instrumente gegen Beschädigung, Diebstahl, bei einer elterlichen Eigenbeteiligung von 70,00€. Jedes Kind braucht natürlich zu Hause einen Notenständer und einen Raum zum Üben. Alle weiteren Materialien, wie Reinigungsmittel, Noten etc. stellt die Schule.

20130111-TdoT-015_EXDie Schule besitzt hochwertige, jährlich professionell gewartete Orchesterblasinstrumente, die den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Bläserklasse für zwei Jahre ausgeliehen werden. Nach Ablauf der zwei Jahre und entsprechender Wartung werden diese Instrumente der folgenden Bläserklasse zur Verfügung gestellt. Die Kosten für eventuell nötige Reparaturen müssen selbstverständlich von den Eltern übernommen werden.

Instrumentenwahl und Besetzung

Als Instrumente werden angeboten: Trompete, Posaune, Euphonium, Klarinette, Saxophon und Querflöte. Die Musikklassenleiterin und die Instrumentallehrer koordinieren die genaue Besetzung. In den ersten 4 Wochen werden alle Instrumente von jedem Kind intensiv ausprobiert. Hier haben die Instrumentallehrer Gelegenheit, die Kinder und ihre Ansprache auf das Instrument zu testen und zu beraten. Danach dürfen drei Wünsche abgegeben werden, wobei jedes Kind ein Instrument aus dem sogenannten „Blech“ (Posaune, Euphonium und Trompete) und eins aus dem „Holz“ (Querflöte, Klarinette, Saxophon) angeben muss. Ein guter Orchesterklang kann nur erreicht werden, wenn es ausreichend hoch und tief, laut und leise erklingt.

Die Schülerinnen und Schüler müssen während der Jahrgangsstufen 5 und 6 in der Klasse und bei ihrem Instrument bleiben. Begründete Ausnahmen sind denkbar (z. B. Zahnprobleme bei Trompete etc.). Ab Klasse 7 kann das Instrument in der BigbandAG freiwillig weitergespielt werden. Dann muss ein entsprechendes Instrument natürlich von den Eltern angeschafft werden. Nach Möglichkeit stellt die Schule auch Leihinstrumente zur Verfügung.

Denkbar ist folgende Besetzung für 26 Schülerinnen und Schüler einer Bläserklasse:
3 Posaunen
3 Euphonien
4 Trompeten
2 Alt-Saxophone
2 Tenor-Saxophone
5 Klarinetten
5 Querflöten

Instrumentenpflege- und Wartung

Die geliehenen Instrumente dürfen für zwei Jahre über das Wochenende und die Ferien mit nach Hause genommen werden. Nach Absprache gilt dies auch für verschiedene Werktage. Das regelmäßige Üben muss von Schülern und Eltern als ernst zu nehmende Hausaufgabe verstanden werden, um somit das Fortkommen der ganzen Gruppe zu sichern. Das Instrument wird in der Regel an zwei bis drei aufeinander folgenden Tagen in der Schule eingesetzt. Außerhalb der Musikstunden wird es in einem separaten Raum eingeschlossen. Der Instrumententransport muss von den Eltern sichergestellt werden. Für die tägliche Reinigung und Pflege liegen die Materialien im jeweiligen Instrumentenkoffer bereit und werden zusätzlich von der Schule ein Mal angeschafft. Kleinere „Ersatzteile“, wie Saxophon- oder Klarinettenplättchen sind über die Musiklehreinnen erhältlich.

Verbrauchte Pflegemittel müssen ebenso auf eigene Kosten angeschafft werden.

Die Leihinstrumente und deren Koffer sind in der Schule gegen Diebstahl und Beschädigung versichert. Ansonsten unterstehen sie der Sorgfaltspflicht der Kinder und der Eltern. Die Eltern verpflichten sich mit der Teilnahme ihres Kindes an der Bläserklasse, für selbstverschuldete Beschädigungen am Instrument bis zu 70,00€ selbst aufzukommen und notwendige Reparaturen bei einem Fachunternehmen vornehmen zu lassen. Die Instrumentallehrer und die Musikklassenleiterin vermitteln bei Reparaturen die geeignete Fachwerkstatt.

Die Eltern verpflichten sich darüber hinaus, am Ende der zwei Jahre für den Pauschalbetrag von 35,00 € das Instrument professionell warten bzw. generalüberholen zu lassen. Bei dieser Wartung kommt auf die Schule immer ein vierstelliger Betrag zu, daher sind die 35,00€ eine sehr kulante Regelung. Nach Ablauf der zwei Jahre soll die darauffolgende Bläserklasse ja auf den gleichen Instrumenten einen ebenso großen Erfolg und Spaß haben wie in diesem Jahrgang. Die Erfahrung an unserer Schule zeigt, dass die Kinder sich meistens sehr mit ihrem Instrument identifizieren und entsprechend sorgfältig damit umgehen, das sollte in Zukunft auch so bleiben!

Anmeldung zur Bläserklasse

Die Eltern geben bei der Anmeldung ihres Kindes an unserer Schule an, ob eine Teilnahme an der Bläserklasse gewünscht wird. Wir schicken daraufhin einen Vertrag zu, den Sie unterschrieben zurückgeben und mit dem Sie den genannten Bedingungen für die Teilnahme ihres Kindes an der Bläserklasse über zwei Jahre zustimmen. Für die 35,00€ muss von den Eltern zurzeit ein Dauerauftrag eingerichtet werden.

Kontakt
Geschwister-Scholl-Realschule Senden
info[at]geschwister-scholl.de

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