Einladung Zeitzeugin Knoop-Graf

Sehr geehrte Eltern,

unsere Realschule hat sich am 27. November 1987 den Namen „Geschwister-Scholl-Realschule“ gegeben, benannt nach zwei Mitgliedern der Widerstandsgruppe „Die Weiße Rose“, Hans und Sophie Scholl.

Auch Willi Graf, der Bruder der Zeitzeugin Anneliese Knoop-Graf gehörte zu dieser Gruppe, die sich für Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit eingesetzt hat.

Frau Knoop-Graf wird am Donnerstag, den 6.11.08 Preise für herausragendes soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern unserer Schule im zurückliegenden Jahr überreichen.

Zu dieser Veranstaltung, die um 19.00 Uhr in der Aula der Realschule beginnt, lade ich Sie herzlich ein.

Unsere Zeitzeugin und die Preisträger 2008 werden sich sehr über viele Gäste freuen.

Wir möchten Sie bitten, sich für diese Veranstaltung Zeit zu nehmen.

mit freundlichen Grüßen

Csury
(Schulleiter)

Schülerfirma

Schülerfirma „Scholl-Style“

 

Ganztagsschulen gestalten – Kooperation schafft Zukunft

Ausgangspunkt für die Schülerfirma der Geschwister-Scholl-Realschule war eine Zusammenarbeit mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), die als Vorbereitung regelmäßige Lehrerfortbildungen, u.a. in Berlin und auf Schloß Raesfeld, durchgeführt haben.

Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts arbeitet seit dem Schuljahr 2006/2007 eine Schülerfirma, die sich aus „Mitarbeitern“ der Jahrgangstufen 9 und 10 zusammensetzt. Zwei Lehrkräfte unterstützen die Mitglieder bei ihrer Arbeit.

Als bisherige Ergebnisse sind zu nennen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit der Funktion und der Aufgabe einer Schülerfirma auseinandergesetzt und sich über den Aufbau und die Strukturen einer Firma informiert haben.

Nachdem einzelne Abteilungen festgelegt wurden, verabschiedeten sie eine Firmensatzung und gründeten die Firma ’SCHOLL-STYLE’.

Die Firma hat sich zunächst auf den Verkauf von T-Shirts konzentriert. Dabei wird der Druck, die Beflockung, bzw. die Bestickung der Produkte eigenständig entworfen. Die Band des Hausmeisters unserer Schule wurde beispielsweise bereits mit individuellen T-Shirts ausgestattet.

Das Design eines Schul-T-Shirts ist, nach einer Schülerbefragung zu Schnitt und Farbe, bereits abgeschlossen und der Verkauf läuft derzeit.

Als weiteres Produkt wurde eine Schul-Cap entworfen. In blau gehalten und hochwertig mit dem Schullogo bestickt, kann sie mittlerweile ebenfalls gekauft werden.

Außerdem wurde ein Auftrag erledigt, bei dem ein Informations-Flyer für die Schülerinnen und Schülern aus Frankreich erstellt werden sollte, der ihnen während des Austauschs die wichtigsten Informationen über Senden vermittelt.

Die Produktpalette soll in Zukunft noch erweitert werden.

Auf der Abschlussveranstaltung des Projekts „SchuleWirtschaft“ der sdw präsentiert sich die Schülerfirma 2007 in Düsseldorf. (Bericht)

Update 1: Inzwischen ist der Verkauf von Schreibwaren gestartet. (Bericht)

Update2: Eine Partnerschaftsvereinbarung mitt Möbel Staas wurde geschlossen. (Bericht)

Die Geschwister Scholl

Die Geschwister Sophie und Hans Scholl gehörten der Münchener Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ gegen den Nationalsozialismus an. Ihre Aktionen bestanden darin, in Flugblättern zum passiven Widerstand und zum aktiven Kampf gegen das Hitlerregime aufzurufen.

So heißt es im letzten Flugblatt der Weißen Rose vom 18.2.1943:

„Es gibt den Kampf jedes Einzelnen von uns um unsere Zukunft, unsere Freiheit und Ehre in einem seiner sittlichen Verantwortung bewussten Staatswesen.“

 

 
     

Hans Scholl

geboren am 22.9.1918

gestorben am 22.2.1943

 

Sophie Scholl

geboren am 9.5.1921

gestorben am 22.2.1943

 

Hans Scholl war Medizinstudent in München. Er gründete zusammen mit seinen Kommilitonen Alexander Schmorell, Willi Graf und Christoph Probst die „Weiße Rose“.

Sophie Scholl studierte Biologie und Philosophie. Als sie merkte, dass ihr Bruder in der Widerstandsbewegung tätig war, drängte sie ihn, sie aufzunehmen.

Die Studenten verfassten Flugblätter, die sie in München verteilten oder an zufällig ausgesuchte Adressen verschickten. Außerdem nahmen sie Kontakt zu Widerstandsgruppen oder Einzelpersonen in anderen Städten in Deutschland auf.

Am 18. Februar 1943 wurden sie in der Münchener Universität vom Hausmeister bei einer ihrer Aktionen beobachtet. Er informierte seinen Vorgesetzten, der die Gestapo benachrichtigte. Die Geschwister Scholl und die anderen Mitglieder der Widerstandsbewegung wurden verhaftet. Bereits am 22. Februar 1943 wurden Hans und Sophie Scholl und Christoph Probst mit dem Fallbeil hingerichtet. Weitere Prozesse und Hinrichtungen folgten.

 

 

Neben den Geschwistern Scholl gehörten zur Widerstandsgruppe „Weiße Rose“:

     

Kurt Huber (1893 – 1943)

 

Willi Graf (1918 – 1943)

 

Alexander Schmorell (1917 – 1943)

 

Christoph Probst (1919 – 1943)


Weitere Informationen: www.dhm.de/lemo/home.html

 

Da unsere Schule den Namen der Geschwister Scholl trägt, ist es für uns wichtig, für Zivilcourage, Gewaltlosigkeit und Toleranz einzutreten.