Ein glanzvoller Abend zum Abschluss des 10. Jahrgangs der Geschwister-Scholl-Schule

Es glitzerte und funkelte in Rot, Schwarz und Gold am Freitagnachmittag in der Steverhalle. Unter dem Motto „Casino Royal“ feierten die 65 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Realschule im passenden Ambiente ihre Erfolge.
Untermalt von unterschiedlichen musikalischen Beiträgen aus der Schülerschaft gab es neben zahlreichen Danksagungen viel Lob für die harte Arbeit und den Durchhaltewillen. Ulrike Machers motivierte die Absolventen in ihrer persönlich letzten Rede als Schulleiterin vor dem Ruhestand: „Blickt mutig in die Zukunft, wie ein Casinobesucher, der an den Erfolg glaubt.“ Auch Bürgermeister Sebastian Täger gratulierte zum erreichten Zwischenziel auf dem Lebensweg. Er appellierte mit Blick auf die Herausforderungen der heutigen Zeit: „Ihr seid stark genug, die Welt zu überraschen. Nutzt eure Chancen und geht neue Wege.“
Im Anschluss an die Worte der Schülersprecherinnen Marina Kraft und Violetta Djakonov, die selbst zum Abschlussjahrgang gehören und die Gäste auf eine kurze Zeitreise durch die zurückliegenden sechs Schuljahre nahmen, erfolgte die langersehnte Verleihung der Zeugnisse. 63 Schülerinnen und Schüler verlassen die Schule mit der Fachoberschulreife, 40 davon mit einem Qualifikationsvermerk. 18 Jugendliche starten Anfang August in eine Berufsausbildung.
Besonderen Applaus erhielten die drei Jahrgangsbesten: Tim Sandbaumhüter und Ludwig Lütke-Lengerich sowie Lukas Beermann, die für ihre hervorragenden schulischen Leistungen vom Förderverein der Schule ausgezeichnet wurden.
Am Ende verließen aber alle als Gewinner die Bühne und ließen sich gebührend für ihre Erfolge feiern.

Text: V. Wolf

Besuch der Zeitzeugin Frau Malina im Geschichtsunterricht der 9.Klässler*innen

Am 12. und 13. Juni erhielten die Schülerinnen und Schüler der 9a und 9b Besuch einer Zeitzeugin aus der Zeit des Nationalsozialismus während des Geschichtsunterrichts von Frau Brand.

Frau Malina erzählte eindrucksvoll die Geschichte ihrer Familie Kaufmann.

Sie selber, geboren 1943, wusste lange Zeit nichts von der jüdischen Vergangenheit ihres Vaters. Erst nach dessen Tod 1962 und dem Tod ihrer Mutter kam die ganze Familiengeschichte an die Oberfläche.

Frau Malina gelang es die Schülerinnen und Schüler in ihren Bann zu ziehen, als sie davon erzählte, wie oft ihr Vater durch Hilfe von Freunden und fremden Menschen vor der Deportation gerettet wurde. Auch berichtete sie davon, dass ihre Mutter unter Folter von der Gestapo verhört wurde um an das Versteck ihres Mannes zu gelangen. An ihrem Vater wurden medizinische Experimente verübt, an dessem Folgen er zeitlebens zu leiden hatte.

Frau Malina betonte zum Schluss des Besuchs nochmals wie wichtig es ihr ist, dass die jungen Menschen aus erster Hand von der NS-Vergangenheit erfahren müssen, um sich dann gegen Antisemitismus und Hetze stark machen zu können.

Herzlichen Dank für Ihren Besuch, Frau Malina!

Ehrung der Teilnehmer*innen des Känguru-Wettbewerbs

Am vergangenen Mittwoch fand die Ehrung der Schüler*innen des diesjährigen Känguru-Mathematikwettbewerbs an unserer Schule statt. Der Wettbewerb, der jährlich ausgetragen wird, zieht weltweit über 6 Millionen Teilnehmende aus mehr als 80 Ländern an. In diesem Jahr beteiligten sich 49 Schüler*innen unserer Schule an diesem anspruchsvollen mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb.

Jedes Mathe-Talent wurde mit einer Urkunde gewürdigt und erhielt zusätzlich ein kleines Puzzlespiel sowie eine Broschüre mit kniffligen Känguru-Rätselaufgaben. Besondere Anerkennung fanden die Jahrgangsbesten, die zusätzlich mit einem Kinogutschein belohnt wurden: Phil E. (5b), Avelina L. (6b), Lukas S. (7b), Arne S. (8b), Marlene H. (9b).

Ein besonderes Highlight war die Auszeichnung für den größten „Känguru-Sprung“ – die meisten korrekt aufeinanderfolgenden Lösungen, die von einem Teilnehmer erreicht wurden. Diese Ehre ging in diesem Jahr an Maxim N. aus der Klasse 7b, der sich über ein exklusives Känguru-T-Shirt freuen durfte.

Wir gratulieren allen Teilnehmer*innen zu ihren Leistungen und danken für ihr Engagement und ihre Begeisterung für die Mathematik. Außerdem danken wir Frau Schulte ganz herzlich für die Organisation.

Vive la France!

Austauschfahrt des FS-Kurses des Jahrgangs 9 in die Bretagne

Quel aventure – was für ein Abenteuer! Nachdem der Besuch der französischen Austauschpartner in Deutschland (im November) schon für Tränen beim Abschied gesorgt hatte, stand nun in der vorletzten Woche der Gegenbesuch in der Bretagne an. Obwohl man schon wusste, dass man sich mit seinem Austauschparter verstehen würde, gab es noch einige Unsicherheiten: Wie wird man in der fremden Familie aufgenommen? Wie schmeckt das Essen? Was geschieht am Wochenende, wenn offiziell keine Ausflüge mit der deutschen Gruppe anstehen?… Und so war es kein Wunder, dass auf der Fahrt im Zug (von Münster über Köln und Paris nach Rennes) die Aufregung groß war. 

Aber schon nach der ersten Nacht in den Gastfamilien war klar, dass die meisten Sorgen unbegründet waren. Der Empfang dort war nicht weniger herzlich als im November in den deutschen Familien. Und bei unserem ersten Wiedersehen als deutsche Gruppe in der französischen Partnerschule (dem Collège St. Michel in St. Aubin d´Aubigné) gab es viel zu erzählen aus dem neuen Umfeld und von der „neuen Familie“. Am Ende des langen Schultages um 17 Uhr allerdings war man sich zumindest einig, dass man es als Schüler*in in Deutschland in vielen Dingen viel besser hat als die Franzosen. Sehr lange Schultage und danach noch Hausaufgaben, eingezäunte Schulen, Aufenthalt in den Pausen bei Wind und Regen auf dem kargen Schulhof… Viele Unterschiede wurden festgestellt. 

Jeden Tag trafen wir uns wieder in unserer deutschen Gruppe, um gemeinsam die Gegend zu erkunden: Rennes, die Hauptstadt der Bretagne mit dem geschichtsträchtigen Parlement de Bretagne und seinen windschiefen Fachwerkhäusern war schon interessant – aber der Ausflug in die Küstenstadt Saint Malo (finanziell maßgeblich unterstützt durch den Förderverein – merci beaucoup!) überzeugte alle von der Schönheit der Bretagne und des Meeres. Auch dort erhielten wir eine Stadtführung und erfuhren dabei unter anderem, dass Piraten und Korsaren absolut nicht das Gleiche sind.

Auch das von allen „gefürchtete“ Wochenende mit den Gastfamilien stellte sich als spannend und schön heraus. Die Familien hatten Ausflüge geplant und hin und wieder begegnete man doch jemandem aus unserem Kurs. 

Ein weiteres Highlight aber war der gemeinsame Ausflug mit der französischen Gruppe zum Mont Saint Michel. Anders als die Französischkurse in den Vorjahren näherten wir uns diesmal nicht auf dem Landweg diesem Unesco-Weltkurturerbe. Stattdessen durchquerten wir mit einem Wattführer die Baie du Mont St. Michel und wateten drei Stunden lang durch schlammiges Schlickwatt, über rutschiges Sandwatt und am Ende sogar durch tiefes Wasser. Der Wattführer zeigte uns auch, wie wir gemeinsam Treibsand provozieren und zunächst auf einer Art trampolinartiger „Gummischicht“ springen und uns schließlich komplett mit den Beinen im Treibsand eingraben konnten. Zum Glück kamen alle heile wieder heraus. Ein unvergessliches Erlebnis!

Nach einem „Empfang“ beim Bürgermeister im Rathaus von St. Aubin d´Aubigné hieß es nach einer Woche schließlich Koffer packen und an den Abschied denken. Bei all den schönen und unvergesslichen Erinnerungen, die man nun mit im Gepäck hatte, war es kein Wunder, dass so manch einem der Koffer viel schwerer schien als auf der Hinfahrt. 

Alle waren auf der Rückfahrt im Zug immer noch erfüllt von den Erlebnissen der 8 Tage in der Bretagne und hatten den festen Vorsatz, unser Nachbarland nicht zum letzten Mal besucht zu haben. Also: à la prochaine – bis zum nächsten Mal!